Fr. 28. Aug. 26

Von Hannah Beckschulte

Wie ganzheitliches Quartiersmanagement in Düsseldorf gelingt

Die Zukunft einer Stadt entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, Ideen austauschen und Verantwortung übernehmen. Mit Projekten wie dem „Zukunftsviertel Friedrichstadt“, dem Innovationsstandort EUREF-Campus und dem Club Zukunft Düsseldorf zeigt Düsseldorf, wie urbane Transformation gelingen kann: durch Zusammenarbeit, Offenheit für neue Ideen und den Mut, Zukunft aktiv zu gestalten.

Städte stehen vor der Aufgabe, Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung und soziale Teilhabe gleichzeitig voranzutreiben. Bevölkerung, Unternehmerlandschaft und politische Strukturen dabei gleichermaßen einzubeziehen, ist nicht nur für die Kommune eine Herausforderung. Die Kooperation etablierter Unternehmen und junger Start-ups spielen hierbei gleichermaßen eine Schlüsselrolle, wenn es um die Weiterentwicklung des urbanen, innovativen Lebensraumes geht.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Quartiersmanagement, Start-up-Förderung und Innovationsentwicklung sind dabei keine scharf abgetrennten Themenfelder, sondern besitzen große Schnittmengen. Sie ergänzen sich gegenseitig und bilden gemeinsam die Grundlage für die fortlaufende Entwicklung von lebenswertem, resilienten und zukunftsfähigen Stadtvierteln.

Start-ups und junge Unternehmen bringen neue Technologien, kreative Denkansätze und hohe Umsetzungsgeschwindigkeit mit. Im Zusammenspiel mit etablierten Partnern entstehen so Innovationsökosysteme, die sowohl wirtschaftliche Impulse setzen als auch konkrete Mehrwerte für die Menschen im Quartier schaffen.

Die Stadtwerke Düsseldorf verstehen sich nicht nur als Energieversorger. Sie treiben die Transformation der Stadt aktiv mit voran und positionieren sich als Gestalter der Energie- und Mobilitätswende. Sie schaffen dafür die Plattformen, Netzwerke und Impulse, die notwendig sind, damit aus Visionen konkrete Projekte werden. So entsteht Zukunft nicht irgendwo, sondern mitten in Düsseldorf.

Zukunftsgestalter – made in Düsseldorf!

Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft werden Lösungen entwickelt, die weit über klassische Infrastrukturprojekte hinausgehen. Das Zukunftsviertel zeigt damit exemplarisch, wie Quartiersmanagement zum Motor für Innovation werden kann. Es geht darum, ganze Quartiere als vernetzte Systeme zu betrachten und gemeinsam mit Partnern Lösungen für die Stadt von morgen zu entwickeln.

Die Stadtwerke Düsseldorf & Partner laden am 8. September in die Denkfläche „Club Zukunft Düsseldorf“ am EUREF-Campus ein. Der Club Zukunft versteht sich als Plattform für Austausch, Kooperation und die Entwicklung innovativer Ideen rund um Energie, Mobilität, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung und bietet Raum für Perspektivwechsel und Zusammenarbeit. Ziel ist es, Wissen zu teilen, neue Partnerschaften aufzubauen und gemeinsam Lösungen für Düsseldorf zu entwickeln.

Mini-Hackathon: Reales Quartier, echte Aufgaben

Um genau so ein Projekt geht es nicht zuletzt auch bei der Veranstaltung im Rahmen der Start-up Week: Wie wird ein bestehendes Wohnquartier lebenswerter, klimafitter und besser vernetzt? Gesucht werden für diese Aufgabenstellung Start-ups und junge Unternehmen, die aus realen Herausforderungen klare, alltagstaugliche Lösungen für ein fiktives Quartier entwickeln.

Grundlage ist ein anonymisiertes Bestandsquartier in Düsseldorf. Es zeigt typische Fragen des städtischen Alltags: Wohnen, Energie, Mobilität, Grünflächen, Wasser, Klima und Nachbarschaft greifen ineinander. Genau hier können frische Ideen schnell sichtbar machen, was im Bestand möglich ist.

Das betrachtete Quartier steht beispielhaft für viele gewachsene Wohnquartiere in Düsseldorf. Es besteht aus mehreren Wohngebäuden mit Grün- und Freiflächen zwischen den Häusern. In der Nähe liegt ein kleines Gewässer. Das macht Fragen zu Aufenthaltsqualität, Hitze, Wasser, Starkregen und Nutzung der Freiräume besonders greifbar. Gleichzeitig sind Nahversorgung und öffentlicher Verkehr erreichbar. Genau diese Mischung macht das Quartier interessant: Es ist kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern ein bewohnter Bestand mit echten Alltagsanforderungen, begrenzten Flächen und unterschiedlichen Interessen.

Einfacher, nachhaltiger, lebenswerter!

Der Mini-Hackathon setzt genau dort an: Wie lassen sich Energie, Mobilität, Klima, Wasser und Nachbarschaft so verbinden, dass die Menschen vor Ort konkret profitieren? Gesucht sind Ideen, die Quartiere einfacher, nachhaltiger und lebenswerter machen. Mögliche Themen sind:

  • Energie im Gebäude: einfache Lösungen für gemeinschaftliche Versorgung, Transparenz beim Verbrauch oder digitale Energieservices.
  • Mobilität im Wohnumfeld: Sharing-Angebote, sichere Abstellmöglichkeiten, bessere Wege oder eine gute Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr, Ladeinfrastruktur und Mobilitätshubs.
  • Klima und Wasser: Ideen für Starkregenhinweise, Begrünung, Verschattung oder mehr Aufenthaltsqualität an heißen Tagen.
  • Nachbarschaft und Teilhabe: Werkzeuge, die Austausch, Beteiligung, gegenseitige Hilfe oder die Nutzung gemeinsamer Flächen erleichtern.

Jetzt mitmachen!

Das Format bietet Sichtbarkeit und die Möglichkeit für Start-ups miteinander, aber auch mit interessanten Stakeholdern aus Wirtschaft, Stadtentwicklung und Energieversorgung in Kontakt zu kommen. Es geht nicht um ein theoretisches Idealbild, sondern um ein echtes, realitätsnahes Quartier, das mithilfe findiger Ideen und klugen Maßnahmen weiterentwickelt werden kann – im Bestand, aber auch in Verbindung mit der eigenen Produktpalette.

Wer Lust auf Kreativität, fachliche Diskussion und Stakeholder-Austausch hat, ist richtig aufgehoben und herzlich eingeladen.

Fotos: Michael Lübke

GreenCity x Community: Quartiere praktisch gedacht
8. September 2026, 09:30–12:30 Uhr, EUREF-Campus 1, 40472 Düsseldorf

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